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Jaroslav
Durych wurde 1886 in Königgrätz geboren. Nach
seinem Studium an der Prager Universität diente im
Ersten Weltkrieg als k.u.k. Militärarzt. 1918 trat er der neuen
tschechoslowakischen Armee bei, in der er es bis 1938 blieb.
Neben seinem Beruf als Militärarzt verfasste
er zahlreiche Erzählungen und Romane. Durych war in der Zwischenkriegszeit
ein literarischer Einzelgänger, den seine konservativen Ansichten
in Konflikt mit dem herrschenden Zeitgeist brachten. So wertete er
die habsburgische Epoche als eine durchaus fruchtbare Zeit für
Böhmen und trat 1937 für den spanischen Diktator Franco ein.
Diese politische Einstellung belastete ihn bereits 1945 und besonders
nach der kommunistischen Machtergreifung 1948. Durych war verfemt,
seine Werke wurden verboten. Erst nach 1989 wurde seine literarische
Bedeutung in seiner tschechischen Heimat wieder gewürdigt.
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