Bohumil Hrabal
     
 
 

Bohumil Hrabal ist der freundliche Herr mit der Bierflasche, der das Cover unserer Böhmen- Anthologie Das Leben ist zum Verrücktwerden schön ziert.

Geboren wurde er 1914 in Brno / Brünn. Nach seinem Jurastudium verdingte er sich als Versicherungsagent, Handelsreisender, Hilfsarbeiter in einer Stahlhütte, Sortierer in einer Altpapierpackerei, Fahrdienstleiter bei der Bahn, Kulissenschieber und Statist am Theater. Gedichte und Erzählungen hatte er bereits in den 30er Jahren geschrieben, erste Publikationen ließen allerdings bis in die 50er Jahre auf sich warten.
       

Danach jedoch wuchsen Oeuvre und Ruhm schnell und stetig. 1968 erhielt er den Tschechoslowakischen Staatspreis für Literatur, gefolgt allerdings noch im gleichen Jahr von einem siebenjährigen Publikationsverbot im Anschluss an die Niederschlagung des Prager Frühlings. Ob Hrabals Tod nach dem Sturz aus einem Fenster eines Prager Krankenhauses ein Selbstmord oder ein Unfall war, wird eines der großen ungeklärten Geheimnisse der Literatur bleiben.

 

 

Der Titel unseres Böhmen-Hörbuchs ist ein Hrabal-Zitat. "Nicht dass es so wäre, aber ich sehe es so", bafelt Onkel Pepin weiter, der zeite Herr auf dem Cover. Was es damit auf sich hat, zeigt eindrücklich Hrabals Roman Ich habe den englischen König bedient, in dessen Mittelpunkt der kleinwüchsige Kellner Jan Díte steht und aus dem ein Ausschnitt auf unserer Anthologie zu hören ist.

 

               
 

Arthur Schnabl (Hrsg.):
Das Leben ist zum Verrücktwerden schön - Böhmische Geschichte literarisch
Lesungen mit Musik
ISBN 978-3-939529-03-3, 3 CDs, 19,90 €