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Leo Perutz wurde 1882 geboren und stammte aus einer deutschjüdischen Prager Familie, die 1899 nach Wien übersiedelte. Nach dem Studium arbeitete er als Versicherungsmathematiker. Sein erster Roman Die dritte Kugel erschien 1915. Es folgten weitere Romane, die Perutz zu einem der großen Erfolgsautoren der Zwischenkriegszeit machten. Seine Werke schafften den schwierigen Spagat zwischen Unterhaltung und literarischem Anspruch. 1938 musste Perutz mit seiner Familie Wien verlassen und ging nach Tel-Aviv. Seine Bemühungen, nach Kriegsende im literarischen Leben Österreichs und Deutschlands wieder Fuß zu fassen, waren nur wenig erfolgreich. Sein letzter Roman Nachts unter der steinernen Brücke ist seiner Geburtsstadt Prag gewidmet. Darin verwebt Peruz den Abriss des alten jüdischen Ghettos mit der Zeit Rudolfs II. Die Beziehung des Kaisers zu Rabbi Löw, dem Bürgermeister Mordechai Meisl und seiner schönen Frau Esther bilden das Handlungsgerüst. |
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Arthur
Schnabl (Hrsg.):
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