Hans Bötticher wurde
am 7. August 1883 in Wurzen bei Leipzig geboren. Nachdem er sich
geraume Zeit als Leichtmatrose, Gelegenheitsarbeiter, Arbeitsloser,
Obdachloser, Kommis, Buchhalter und in einer ganzen Reihe weiterer
Berufe versucht hatte, tingelte er als reisender Artist im Matrosenanzug
und unter
dem Namen Joachim
Ringelnatz ab
1920 durch
die Kabaretts
in ganz Deutschland und trug seine Gedichte
vor. Freilich, seine Bücher – allen voran die Turngedichte
und die Erzählungen und Lieder des Seefahrers Kuttel Daddeldu – waren
mehr oder weniger erfolgreich. Ringelnatz live jedoch war umwerfend.
Bis er 1933 von den Nationalsozialisten Auftrittsverbot erhielt.