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Jan Skácel arbeitete bis 1970 als Rundfunk- und Kulturredakteur, unter anderem als Chefredakteur der bedeutenden Literaturzeitschrift Host do domu (Gast im Haus). Die Zeitschrift wurde 1969 verboten und Jan Skácel die Herausgabe eigener Publikationen verweigert. Bis in die 80er Jahre konnte er nur im Samisdat oder im Ausland publizieren. Neben Kinderbüchern veröffentlichte er mehrere Gedichtbände. 1989 erhielt er den renommierten Petrarca-Preis. Jan Skacel starb nur 10 Tage vor der gesellschaftlichen Wende in Tschechien, am 7. November 1989 im Alter von 67 Jahren in Brünn. |
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Skácel war einer der großen tschechischen Poeten des 20. Jahrhunderts. Seine bildhaften und phantasievollen Gedichte fragen nach den letzten Dingen des Menschen und formulieren melancholische, aber keineswegs verzweifelte Antworten, kongenial ins Deutsche übertragen von Reiner Kunze. In seinen Rezensionen nahm er die Situation in der Tschechoslowakei aufs Korn - nie direkt, aber immer verständlich. Zwei dieser Rezensionen sind auf unserer Böhmen-Anthologie Das Leben ist zum Verrücktwerden schön zu hören. |
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Arthur
Schnabl (Hrsg.):
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