Libuše Moniková
 
 
 
 
 
   

Libuše Moniková studierte Germanistik und Anglistik an der Prager Karlsuniversität. 1971 siedelte sie in die Bundesrepublik Deutschland über. Seit dieser Zeit schrieb sie in deutscher Sprache, was zur Folge hatte, dass sie in ihrer Heimat kaum bekannt wurde. Ihren Durchbruch erzielte sie 1987 mit dem Roman Die Fassade, für den sie den Alfred Döblin-Preis erhielt. Ihr literarisch anspruchsvolles Werk steht in der Tradition der großen deutschen Humoristen und Polyhistoren Jean Paul und Arno Schmidt. Seit der Wende 1989 beginnt man sich auch in ihrem Heimatland für sie zu interessieren. Ihr letztes Werk, den auf 400 Seiten angelegten Roman Der Taumel, konnte die schwerkranke Autorin nicht mehr vollenden. Sie starb 1998 im Alter von nur 52 Jahren in Berlin. Der Taumel ist 2002 unvollendet erschienen.

Darin schildert sie die Tristesse des sozialistischen Alltags in den 80er Jahren, als alle künstlerischen und geistigen Regungen mit staatlichem Missvergnügen beobachtet werden. Ein faszinierend beklemmendes Fragment des Fragments findet sich auf unserer Böhmen-Anthologie.

               
 

Arthur Schnabl (Hrsg.):
Das Leben ist zum Verrücktwerden schön - Böhmische Geschichte literarisch
Lesungen mit Musik
ISBN 978-3-939529-03-3
3 CDs, 19,90 €